Schneidtscher Garten

Ein Projekt der Stadt Nördlingen in Zusammenarbeit mit dem Verschönerungsverein Nördlingen e.V. und zahlreichen Sponsoren, Unterstützern wie zum Beispiel dem Stadtmarketingverein Nördlingen ist’s wert und Helfern. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit Paul Buß, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege.

 

Ein Blick in den Garten … Schritt für Schritt zum Ziel:

Die nächsten Schritte:

1. Als nächstes wird der Holzzaun ausgetauscht. Elemente aus Stahl vom Künstler Sebastian Wolf  werden in den neuen Zaun eingearbeitet. Die Elemente sind ein Hingucker und bilden eine Sichtachse in den Garten.

2. Eine Skulptur von Sebastian Wolf wird am Ende der Pergola einen Platz finden.

3. Der Wasserpumper mit Schale bei der Pergola wurde zur Vogeltränke umfunktioniert, d.h. das gute alte Stück bleibt im Garten, die Schale wurde abgedichtet und dient künftig den Vögeln als Tränke.

4. An einer weiteren Vogeltränke arbeitet Steinmetzmeister Heiner Frank.
Aus dem unteren Steinblock (siehe Bild) entsteht bis Frühjahr 2019 eine Vogelstränke in moderner Optik, mit Formen und Kanten in Verbindung mit der Stadt … lassen wir uns überraschen. Sicher ist:  Es wird ein Einzelstück!

5. Die Anpflanzung erfolgt im Frühjahr 2019.

Bilder:   Verschönerungsverein Nördlingen e.V.  und  Heidi Källner

Stadtmarketingverein Nördlingen ist’s wert:
Die Aufenthaltsqualität einer Stadt ist ein wichtiger Punkt für einen Handelsstandort. Wohlfühlen, leben und einkaufen kann in einem Atemzug genannt werden. Deshalb engagiert sich der Stadtmarketingverein für Projekte wie zum Beispiel die Spielgeräte in der Altstadt, einem Stadtmodell oder jetzt dem Schneidt’schen Garten.

So können auch Sie das Projekt unterstützen – Formular und Informationen
Sponsoren und Paten – Stand April 2018  (PDF-Dokument) Die finanzielle Abwicklung erfolgt über den  Verschönerungsverein Nördlingen e.V., d.h. Spende gegen Spendenquittung.

Der Schneidt‘sche Garten
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st 2.500 qm groß und liegt zwischen dem Deininger Tor und dem Reimlinger Tor innerhalb der Stadtmauer. Der ehemalige Privatgarten von Karl Schneidt, mit seinem alten Baumbestand wird nicht sofort als öffentlicher Garten wahrgenommen. Auf den ersten Blick sieht man einen verwitterten Bretterzaun und wahrscheinlich sticht einem der Stacheldraht auf dem Zaun ins Auge. Öffnet man allerdings die schmale Eingangstür und geht in den Garten, dann betritt man eine „andere Welt“. Es gibt einen kleinen Rundweg und Ruhebänke, Bäume, Sträucher und Vögel. Der Besucher befindet sich in einem Wohlfühlgarten und so soll es auch bleiben.

Damit dieses Fleckchen erhalten bleibt, bedarf es von Zeit zu Zeit Instandhaltungsmaßnahmen und Veränderungen. Durch ein Förderprojekt der Stadt Nördlingen bietet sich jetzt die Gelegenheit für Veränderungen. In Zusammenarbeit mit dem Verschönerungsverein Nördlingen e.V. soll das Projekt „Schneidt’scher Garten – Ordnung schaffen“ dieses Jahr in Angriff genommen werden.

Das Vorhaben wurde mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt, ebenso liegt eine Stellungnahme hinsichtlich der denkmalpflegerischen Belange vor und die Umsetzung wird von Paul Buß begleitet. „Mit ihm haben wir einen Fachmann vom Landratsamt in Sachen Gartenkultur- und Landespflege an der Seite. Mit Tipps, Informationen und seiner planerischen Tätigkeit ist er eine enorme Hilfe“ so Susanne Vierkorn, 1. Vorsitzende des Verschönerungsvereins. Dass die Arbeiten nach seinen Plänen ausgeführt werden, dafür hatte sich der Stadtrat bereits einstimmig im Oktober 2017 im Bau- und Verwaltungsausschuss ausgesprochen.  „Alle Maßnahmen und die Neuanpflanzung werden in enger Abstimmung mit Herrn Buß erfolgen. Alle Anforderungen zum Erhalt des Baumbestandes wie z.B. den Schutz der Wurzeln bei den Arbeiten im Garten, werden eingehalten und sind Teil des Förderantrages und der Ausschreibung“ so Stadtbaumeister Hans-Georg Sigel.

Vorrangig betrifft es die Wege, die teilweise durch Baumwurzeln in Mitleidenschaft gezogen wurden und den Zaun. Aber auch bei den Bäumen und Pflanzen sind aus Sicht von Herrn Buß Maßnahmen notwendig. So musste u.a. die Douglasie weichen, ein Baum, der für das Ökosystem verhältnismäßig wenig bringt, da es sich um kein heimisches Gehölz handelt. „Natürlich werden die Bäume wieder ersetzt und zwar mit Faktor 10, d.h. die Habenseite wird durch die Neuanpflanzung um ein Vielfaches aufgewertet“ so Paul Buß.  Es erfolgt eine Neuanpflanzung mit ca. 70 Gehölzen und mehreren pflegeleichten Staudenbeeten. Neben Waldhasel, Hain- und Rotbuchen, Kornelkirsche und der heimischen Eibe findet man u.a. auch Staudenmischungen wie „Schattenjuwelen“ und „Silbersommer“ auf der umfangreichen Pflanzliste.

Die Neugestaltung der Wege und des Zauns erfolgt über die Stadt Nördlingen und wurde vom Bauamt bereits öffentlich ausgeschrieben. Für die Wege und dem zusätzlichen Sitzplatz mit drei Bänken wurde „STABILIZER“ als Belag angegeben. Das natürliche, pflanzliche Bindemittel STABILIZER wird seit etwa 1990 im Wegebau eingesetzt. Mit Stabilizer werden hochwertige und hochfunktionale Beläge in der wassergebundenen Bauweise hergestellt, die bei hoher Festigkeit und Haltbarkeit gleichzeitig eine gute Wasserdurchlässigkeit und Staubbindung aufweisen. Somit können Stabilizerflächen tatsächlich als entsiegelte Oberflächen verwendet werden.

Der Verschönerungsverein Nördlingen ist für die Pflanzen, die Bänke und die Pergola zuständig. Eine Pergola aus Stahl und Holz aus der Werkstatt von Heiner Weigl, Metall-Design Weigl aus Reimlingen gehört als Hingucker ebenso zur Neugestaltung wie eine Vogeltränke für unsere gefiederten Freunde. Gemeinsam mit Sponsoren und Paten soll dies finanziell gestemmt werden.

Dank einem tollen und interessanten Projekt, mit dem Ziel die Grünfläche als öffentlichen Garten für alle Bürger und Besucher zu erhalten, haben wir bereits starke Sponsoren an der Seite:   Projektübersicht Sponsoren und Unterstützer   (PDF-Dokument)

Sponsoren und Partner:   
Die Stiftung der Sparkasse Nördlingen, die Bürgerstiftung Lebendiges Bayerisches Ries und der Stadtmarketingverein „Nördlingen ist’s wert“ standen von Anfang an hinter dem Projekt. Mit Bernhard Friedrich, WISA GmbH und Familie Schenavsky (EGM CENTER Nördlingen) konnten zwei weitere Sponsoren gewonnen werden. Erster „Bankpate“ war mit einer spontanen Zusage bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Stadtmarketingvereins Michael Erhard, Fa. DecoDomus Erhard. Zusätzlich wird der Rotary Club Nördlingen im Präsidentenjahr von Joachim Sigg (2018/2019) das Projekt unterstützen. Mit Kleinspenden wurde das eine und andere Vorhaben in kleinen Schritten voran gebracht.

Steinmetzmeister Heiner Frank:   Vogeltränke
Sebastian Wolf / realtwenty:   Zaunelemente als Hingucker und Sichtachse in den Garten und Skulptur

Als Partner für den grünen Teil der Arbeiten haben wir mit 1-A Garten Ensslin und Garten- und Hausmeisterservice Steffen Schmalzried zwei Nördlinger Betriebe als Partner. Die Pflanzen werden vom Fachhändler geliefert und mit ehrenamtlicher Arbeitskraft und Energie gemeinsam im Frühjahr 2019 gepflanzt.

Das Motto des Projektes lautet „Schneidt’scher Garten – Eine Oase der Ruhe – Ordnung schaffen“. Es soll weder am Charakter, noch am Gesicht des Gartens etwas geändert werden. Dieser öffentliche Garten trägt zur Aufenthaltsqualität in der Altstadt bei, ein ruhiges, barrierefreies Plätzchen für Bürger, Touristen und Besucher. Kinderlachen darf dabei die Ruhe ruhig unterbrechen.

Ein WIR für ein ICH!  Es wäre wünschenswert, dass wir uns am Ende der Arbeiten gemeinsam über unseren Schneidt’schen Garten freuen können.

 

Naturdenkmal Eiche
Im Zuge der Neugestaltung wurde vom Verschönerungsverein Nördlingen e.V.  in Abstimmung mit Herrn Paul Buß und Oberbürgermeister Hermann Faul beantragt, dass eine Eiche im Garten als Naturdenkmal ausgewiesen wird. Imposant steht der mächtige Baum inmitten des Schneidt’schen Gartens und zieht die Blicke der Besucher auf sich. Alter und Optik des Baums hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Der Verschönerungsverein Nördlingen e.V. ist der Meinung, dass für diese Eiche, an diesem Standort, als wahrscheinlich einziger Baum in Art, Alter und Form innerhalb der Stadtmauer, der Schutzstatus „Naturdenkmal“ absolut notwendig ist.

 Bild Eiche:   Heidi Källner